Gewaltfreie Kommunikation

Marshall B. Rosenberg (1934-2015) selbst verstand die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) als eine Methode zur Verbesserung des zwischenmenschlichen Miteinanders. Gelungene Kommunikation und dauerhaft friedliche Beziehungen gelingen nur bei echtem empathischen Kontakt. Beeinflusst war seine Arbeit u. a. von den Erkenntnissen seines Lehrers Carl Rogers und Überlegungen Gandhis zur Gewaltlosigkeit. Er selbst sagte, dass „alles, was in die GFK integriert wurde, schon seit Jahrhunderten bekannt ist. Es geht darum, uns an etwas zu erinnern, das wir bereits kennen – daran wie unsere zwischenmenschliche Kommunikation ursprünglich gedacht war.“ Er war überzeugt, dass die Art und Weise unseres Sprechens eine entscheidende Rolle dabei spielt, einfühlsam zu bleiben. Mehr als drei Jahrzehnte lang bot er seine Seminare überall in der Welt an, sein Konzept wird inzwischen angewandt in Familien, Schulen, in Therapie, Psychotherapie und Beratung, Organisationen und Firmen und bei diplomatischen und geschäftlichen Verhandlungen. Auch in den Krisen- und Kriegsgebieten greift man auf Rosenberg zurück, um gewaltfreie Kommunikation, selbst zwischen verfeindeten Volksgruppen, zu fördern (z. B. in Israel, Palästina, Ruanda und Kroatien). Ziel der gewaltfreien Kommunikation ist es, eine wertschätzende Beziehung zum Gegenüber aufzubauen, die Kooperation und Vertrauen im Miteinander ermöglicht. Voraussetzung dafür ist es, dass Menschen lernen, empathisch aufeinander eingehen und klar zu formulieren. Anstatt andere zu verurteilen, Forderungen zu stellen und Selbstverantwortung zu leugnen, setzt die gewaltfreie Kommunikation auf ein reflektiertes Vorgehen der vier grundlegenden Schritte. Dies setzt eine Bewusstwerdung der eigenen Haltung und das Einüben einer gewaltfreien Sprache voraus. Methoden und Übungen ermöglichen einen Zugang, wie die gewaltfreie Kommunikation im Arbeitsalltag gewinnbringend umgesetzt werden kann. Inhalte: Am Ende des Seminars haben die Teilnehmer die Anwendung der vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation trainiert und wissen zu unterscheiden zwischen

  • Beobachtung versus Beurteilung und Interpretation
  • Gefühle versus Pseudo- und Zwittergefühle, die vom Erwartungshaltungen gegenüber anderen geprägt sind und somit implizite Vorwurfshaltungen kaschieren
  • Bedürfnisse versus Strategien
  • Bitten versus Forderungen

Sie setzen sich damit auseinander, im Arbeitsalltag einen Zustand zu ermöglichen, in dem es möglich ist, Empathie für sich selbst und für den Menschen gegenüber zu spüren. Sich einzufühlen, was im anderen vorgeht. Insbesondere Führungskräfte müssen sich dabei in ihrer Führungsrolle auch mit der Passung von Rolle und Persönlichkeit auseinandersetzen und Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit im Führungsalltag zulassen können. Ausdrücken von Wertschätzung, statt oberflächliches Lob und destruktive Kritik, ist ein wahres Wundermittel in der Verbesserung angespannter Rollenbeziehungen und Konflikte. Ist der Boden bereitet, ist in einem Klima, das auch Nein sagen und Nein hören erlaubt, echte konstruktive Weiterentwicklung möglich.

 

 

Mehr zum Seminar Täter als Opfer

Wissenswertes

Weitere Informationen zum Seminarangebot

Trainer:
» Jürgen Engel
» Dr. Elke Eberts

Lesen Sie weiter: 

» Rosenberg, M.B. (2012): Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens. Junfermann.
» Sears, M.(2012): Gewaltfreie Kommunikation im Gesundheitswesen. Junfermann.
» Miyashiro, M.R. (2013): Der Faktor Empathie: Ein Wettbewerbsvorteil für Teams und Organisationen. Junfermann. 

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